Griffstärke: Ein überraschender Indikator für die Gesundheit des Gehirns und die Widerstandsfähigkeit im Alter

5

Neue Forschungsergebnisse bestätigen, dass die Griffstärke nicht nur ein Maß für die Muskelkraft ist; Es ist ein direktes Spiegelbild der Gehirnfunktion und der allgemeinen körperlichen Belastbarkeit im Alter. Eine in Frontiers in Neuroscience veröffentlichte Studie der UC Riverside zeigt einen starken Zusammenhang zwischen der Griffkraft und der Aktivität in einer wichtigen Gehirnregion – dem Nucleus caudatus – und legt nahe, dass es beim Krafterhalt nicht nur um Muskelmasse geht, sondern auch darum, die Fähigkeit des Gehirns aufrechtzuerhalten, kräftige Bewegungen zu koordinieren.

Warum die Griffstärke für ein gesundes Altern wichtig ist

Seit Jahren gilt die Griffstärke als verlässlicher Indikator für die allgemeine Gesundheit. Stärkerer Griff korreliert mit einer besseren körperlichen Funktion und kognitiven Leistung bei älteren Erwachsenen. Hier geht es nicht nur um das Öffnen von Gläsern; Es geht darum, wie gut Körper und Gehirn zusammenarbeiten. Die neueste Forschung geht noch einen Schritt weiter und identifiziert, wo im Gehirn diese Verbindung am stärksten ist.

Der Nucleus caudatus: Eine Schlüsselregion des Gehirns

Forscher verwendeten funktionelle MRT-Scans, um die Gehirnaktivität von 60 älteren Erwachsenen zu überwachen, während sie Tests mit maximalem Griff durchführten. Die Ergebnisse wiesen darauf hin, dass der Nucleus caudatus – eine tief im Gehirn liegende Struktur, die für Bewegungskoordination, Entscheidungsfindung und Gewohnheitsbildung verantwortlich ist – der primäre Treiber der Griffstärke ist. Stärkere Aktivität und Konnektivität im Nucleus caudatus waren konsistent mit einer höheren Griffstärke verbunden, unabhängig von Geschlecht oder Muskelmasse. Dies weist darauf hin, dass der Erhalt der körperlichen Stärke im Alter den Erhalt der Fähigkeit des Gehirns erfordert, Bewegungen einzuleiten und aufrechtzuerhalten.

Umsetzbare Schritte für die Widerstandsfähigkeit von Gehirn und Körper

Die Studie bietet keine unmittelbaren Interventionen, stärkt aber bestehende evidenzbasierte Gewohnheiten:

  • Widerstandstraining: Regelmäßiges Krafttraining verbessert die Muskelfunktion und die neuronale Effizienz.
  • Koordinierte Bewegung: Aktivitäten wie Gleichgewichtstraining, Pilates oder Tai Chi fordern die Gehirn-Muskel-Kommunikation heraus.
  • Kognitives Engagement: Gehirnregionen, die an Bewegungen beteiligt sind, werden auch durch Lernen und Aufmerksamkeit geprägt.
  • Gefäßgesundheit: Priorisieren Sie regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und die Kontrolle des Blutdrucks, um eine effiziente Durchblutung von Gehirn und Muskeln sicherzustellen.

Das Fazit

Altern ist ein systemischer Prozess und nicht nur ein Rückgang von Muskeln oder Gelenken. Diese Studie bestärkt die Vorstellung, dass körperliche Stärke im späteren Leben darauf zurückzuführen ist, dass Gehirn und Körper synchron arbeiten. Ein einfacher Grifftest kann mehr über die allgemeine Gesundheit aussagen als bisher angenommen und bietet eine neue Möglichkeit, den altersbedingten körperlichen Verfall zu überwachen und möglicherweise zu verlangsamen.