In den Vereinigten Staaten kommt es früher als üblich zu einem Anstieg der Influenza-Fälle, der durch einen neu dominanten Stamm der Influenza A (H3N2), bekannt als Subklasse K, verursacht wird. Beamte des öffentlichen Gesundheitswesens berichten von steigenden Infektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen, wobei 14 Bundesstaaten bereits hohe oder sehr hohe Grippeaktivitäten melden. Der diesjährige Ausbruch ist besorgniserregend, da das Virus in der Lage ist, die bestehende Immunität, einschließlich der durch Impfstoffe, zu umgehen.
Aktuelle Grippestatistik
Seit Mitte Dezember 2025 hat die Grippe Folgendes verursacht:
- 4,6 Millionen Erkrankungen bundesweit
- 49.000 Krankenhauseinweisungen
- 1.900 Todesfälle, darunter mindestens drei Kinder
Diese Zahlen deuten auf einen Schweregrad hin, der mit der Grippesaison 2024–2025 vergleichbar ist, in der es eine Rekordzahl an Todesfällen bei Kindern gab. Während die CDC die Gesamtschwereindikatoren derzeit als niedrig einstuft, warnen Experten, dass sich die Situation in den kommenden Wochen voraussichtlich verschlechtern wird und die Grippesaison möglicherweise bis in den Mai hinein andauert.
Staaten sind am härtesten betroffen
Grippeähnliche Erkrankungen treten derzeit vor allem in folgenden Bundesstaaten und Territorien auf:
- Colorado
- Connecticut
- Georgien
- Idaho
- Louisiana
- Maryland
- Massachusetts
- Michigan
- New Jersey
- New Mexico
- New York
- North Carolina
- Rhode Island
- South Carolina
- Washington, D.C
- Puerto Rico
Obwohl andere Regionen eine moderate Aktivität melden, betonen Spezialisten für Infektionskrankheiten, dass Wachsamkeit landesweit von entscheidender Bedeutung ist.
Warum Unterklasse K ein Problem darstellt
Der unerwartete frühe Anstieg wird der Subklasse K zugeschrieben, einer mutierten Version des H3N2-Virus. Vorläufige Daten zeigen, dass es sich bei etwa 90 % der aktuellen Grippeproben um H3N2 handelt, wobei fast 90 % davon genetisch als Subklasse K identifiziert wurden. Dieser Stamm ist in Japan, Kanada und dem Vereinigten Königreich im Umlauf, was seine erhöhte Übertragbarkeit beweist.
Wissenschaftler haben sieben Mutationen in der Subklasse K identifiziert, die die Fähigkeit des Virus verbessern, die Immunabwehr zu umgehen, selbst wenn diese durch eine vorherige Impfung verursacht wurde. Gabriela Andujar-Vazquez, MD, Epidemiologin für Infektionskrankheiten bei Dartmouth Health, erklärt: „Dies scheint eine besonders schlimme Grippesaison zu sein, da der derzeit vorherrschende Stamm … eine erhebliche Anhäufung von Mutationen aufweist.“ Diese Mutationen führen zu saisonalen Epidemien und machen jährliche Impfstoffaktualisierungen erforderlich.
Wirksamkeit der Grippeimpfung
Die diesjährigen Grippeimpfstoffe wurden auf der Grundlage von Stämmen formuliert, die in der südlichen Hemisphäre weit verbreitet sind, wo die Subklasse K erst spät in der Saison auftauchte. Daher passt der aktuelle Impfstoff nicht perfekt dazu. Experten betonen jedoch, dass die Impfung nach wie vor der beste verfügbare Schutz vor schweren Erkrankungen und Krankenhausaufenthalten sei.
Erste Daten deuten darauf hin:
- 72–75 % Wirksamkeit für Kinder und Jugendliche
- 32–39 % Wirksamkeit für Erwachsene
Selbst bei einer Nichtübereinstimmung wird erwartet, dass der Impfstoff einen erheblichen Schutz bietet, da seine Komponenten auf den breiteren H3N2-Stamm abzielen. Robert H. Hopkins, MD, medizinischer Direktor der National Foundation for Infectious Diseases, erklärt, dass „eine Impfung das beste Mittel zur Vorbeugung einer schweren Grippe ist.“
Symptome und Hochrisikogruppen
Typische Grippesymptome sind Fieber, Husten, Halsschmerzen, laufende Nase, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Bei einigen Personen kann es auch zu Erbrechen oder Durchfall kommen. Die Grippe ist keine leichte Krankheit; Die meisten Menschen fühlen sich in den ersten Tagen schwer krank.
Zu den Personen mit dem höchsten Risiko für Komplikationen gehören:
- Erwachsene ab 65 Jahren
- Kinder unter 2 Jahren
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem
- Personen mit chronischen Erkrankungen (Asthma, Diabetes, Herzerkrankungen usw.)
Dean Winslow, MD, Spezialist für Infektionskrankheiten bei Stanford Health Care, betont, dass Grippe sowohl für Jung als auch für Alt tödlich sein kann. Frühe Tests und antivirale Medikamente (wie Oseltamivir/Tamiflu) innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der Symptome können die Ergebnisse erheblich verbessern.
Präventionsmaßnahmen
Beamte des öffentlichen Gesundheitswesens empfehlen vernünftige Vorsichtsmaßnahmen, um die Ausbreitung von Influenza und anderen Atemwegsviren einzudämmen:
- Vermeiden Sie engen Kontakt mit kranken Personen
- Isolieren Sie, wenn Sie krank sind
- Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife
- Erwägen Sie das Tragen einer Maske in überfüllten Umgebungen
- Husten und Niesen abdecken
**Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die USA mit einer besorgniserregenden Grippesaison konfrontiert sind, die von einer neuen, sich dem Immunsystem entziehenden Variante angetrieben wird. Impfung bleibt die beste Verteidigung, aber auch Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind von entscheidender Bedeutung, um die Übertragung zu verlangsamen und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Der frühe Anstieg unterstreicht die Bedeutung von Wachsamkeit und Vorbereitung auf mögliche Ausbrüche.
