Herzinsuffizienz ist zwar nicht heilbar, kann aber wirksam behandelt werden, um sowohl die Lebensqualität als auch die Lebensdauer zu verbessern. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für die Linderung von Symptomen wie Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Schwellungen. Der Behandlungsansatz variiert erheblich in Abhängigkeit von der Pumpleistung des Herzens, gemessen an der Ejektionsfraktion (EF). Ein normaler EF liegt zwischen 50 und 70 %; unter 40 % weist auf eine erhebliche Beeinträchtigung hin.
Behandlungsstrategien verstehen
Ärzte passen Behandlungen basierend auf EF an. Für Patienten mit leicht reduzierter EF (40 % oder mehr) haben sich neuere Medikamente wie Finerenon (Kerendia) als vielversprechend erwiesen, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und kardiovaskuläre Risiken zu reduzieren. Für alle Patienten ist ein umfassender Plan, der Medikamente, Anpassungen des Lebensstils und in einigen Fällen chirurgische Eingriffe umfasst, von entscheidender Bedeutung.
Medikamente zur Behandlung von Herzinsuffizienz
Eine Reihe von Medikamenten bekämpft Herzinsuffizienz aus verschiedenen Blickwinkeln.
Erweiterung der Blutgefäße: ACE-Hemmer (Captopril, Enalapril, Lisinopril) und Vasodilatatoren (Hydralazin, Isosorbiddinitrat) senken den Blutdruck und entlasten das Herz. Es hat sich gezeigt, dass diese Medikamente die Krankenhauseinweisungsrate und die kardiovaskuläre Mortalität senken.
Senkung des Blutdrucks: Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARBs) wie Candesartan, Losartan und Valsartan stellen eine Alternative dar, wenn ACE-Hemmer ungeeignet sind. Neuere Kombinationspräparate namens ARNIs (Sacubitril/Valsartan) verbessern die Durchblutung, verringern die Flüssigkeitsansammlung und verringern die Belastung des Herzens.
Verlangsamung der Herzfrequenz: Betablocker (Bisoprolol, Carvedilol, Labetalol) verlangsamen die Herzfrequenz und senken den Blutdruck.
Senkung des Blutzuckers und Schutz des Herzens: SGLT2-Hemmer (Dapagliflozin, Empagliflozin) kontrollieren nicht nur den Blutzucker, sondern kommen auch Patienten mit Herzinsuffizienz und verminderter EF zugute.
Flüssigkeitsreduktion: Diuretika (Spironolacton, Eplerenon) entfernen überschüssige Flüssigkeit und entlasten so das Herz.
Zusätzliche Unterstützung: Digoxin behandelt Herzrhythmusstörungen, Statine senken den Cholesterinspiegel und Nahrungsergänzungsmittel (Magnesium, Kalium) können harntreibenden Mängeln entgegenwirken.
Chirurgische Eingriffe, wenn Medikamente versagen
Wenn sich Medikamente und Änderungen des Lebensstils als unzureichend erweisen, ergeben sich chirurgische Optionen.
Angioplastie: Bei diesem minimalinvasiven Verfahren werden verstopfte Arterien mit einem Ballonkatheter wieder geöffnet, häufig gefolgt von der Platzierung eines Stents, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten.
Koronarbypass: Bei schwerwiegenderen Verstopfungen transplantieren Chirurgen gesunde Blutgefäße um erkrankte Arterien und stellen so die Durchblutung wieder her.
Klappenersatz: Beschädigte Herzklappen können durch mechanische oder biologische Prothesen ersetzt werden.
Herztransplantation: Transplantationen sind dem Versagen im Endstadium vorbehalten und bieten den letzten Ausweg zum Überleben. Ungefähr 90 % der Empfänger leben länger als ein Jahr, obwohl die Verfügbarkeit von Spendern weiterhin eine große Herausforderung darstellt.
Geräte und Implantate zur Verbesserung der Herzfunktion
Implantierbare Geräte unterstützen die Behandlung zusätzlich. Biventrikuläre Herzschrittmacher synchronisieren Herzschläge, ICDs geben Schocks ab, um gefährliche Rhythmen zu korrigieren, und LVADs unterstützen geschwächte Herzen mechanisch.
Die Bedeutung von Lebensstil und psychischer Gesundheit
Eine wirksame Behandlung von Herzinsuffizienz geht über Medikamente hinaus. Änderungen des Lebensstils – einschließlich einer herzgesunden Ernährung (DASH), regelmäßiger Bewegung, Raucherentwöhnung und Stressreduzierung – sind von entscheidender Bedeutung. Ebenso wichtig ist es, sich mit den Auswirkungen auf die psychische Gesundheit auseinanderzusetzen: Chronische Krankheiten können Ängste, Depressionen und Furcht auslösen. Die Suche nach Selbsthilfegruppen oder professioneller Beratung kann von unschätzbarem Wert sein.
Schlussfolgerung:
Die Behandlung von Herzinsuffizienz ist vielfältig und kombiniert pharmazeutische Eingriffe, chirurgische Möglichkeiten und Anpassungen des Lebensstils. Das Ziel besteht nicht nur darin, das Leben zu verlängern, sondern auch darin, seine Qualität zu verbessern. Mit individueller Betreuung und proaktivem Management können Menschen mit Herzinsuffizienz ein erfüllteres und gesünderes Leben führen.



























