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Fibromyalgie: Symptome, Diagnose und Herausforderungen verstehen

Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, die durch weit verbreitete Schmerzen und Müdigkeit gekennzeichnet ist und von der weltweit Millionen Menschen betroffen sind. Obwohl sie oft zusammen mit Arthritis diskutiert wird, unterscheidet sie sich grundlegend: Fibromyalgie verursacht keine Gelenkschäden oder Entzündungen. Stattdessen wird darunter eine Störung des zentralen Nervensystems verstanden, bei der das Gehirn Schmerzsignale verstärkt. Dies bedeutet, dass das Schmerzempfinden selbst verändert ist und nicht durch eine körperliche Schädigung des Gewebes verursacht wird.

Was sind die Symptome?

Fibromyalgie-Symptome können in ihrer Intensität variieren und im Laufe der Zeit schwanken. Faktoren wie Stress, Wetterveränderungen oder Aktivitätsniveau können sie verschlimmern oder lindern. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Ausgedehnter Schmerz: Betrifft beide Körperseiten, oberhalb und unterhalb der Taille.
  • Druckempfindlichkeit: Schmerzen bei leichter Berührung in bestimmten Bereichen.
  • Müdigkeit: Anhaltende Müdigkeit trotz ausreichender Ruhe.
  • Schlafstörungen: Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen.
  • „Fibro-Nebel“: Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme.
  • Empfindlichkeit: Erhöhte Reaktion auf Temperatur, Licht oder Lärm.
  • Verdauungsprobleme: Bauchschmerzen, Blähungen oder Verstopfung.

Frauen sind überproportional betroffen und leiden häufig unter schwerwiegenderen Symptomen wie ausgedehnten Schmerzen, Reizdarmsyndrom und starker morgendlicher Müdigkeit. Forscher untersuchen immer noch, warum diese Ungleichheit besteht.

Ausschreibungspunkte: Ein historischer Marker

In der Vergangenheit verwendeten Ärzte 18 spezifische „Tender Points“ (Triggerpunkte) im ganzen Körper, um Fibromyalgie zu diagnostizieren. Diese Bereiche verursachten beim Drücken Schmerzen. Diese Punkte sind zwar kein primäres Diagnoseinstrument mehr, bleiben aber für das Verständnis der Erkrankung relevant. Sie finden sich häufig an Ellenbogen, Schultern, Knien, Nacken, Hüften und am Hinterkopf.

Wie wird Fibromyalgie diagnostiziert?

Es gibt keinen eindeutigen Test für Fibromyalgie. Die Diagnose beruht auf einer Kombination von Faktoren:

  • Schmerzbereiche: Beurteilung, wie viele Körperregionen schmerzhaft sind.
  • Begleitende Symptome: Überprüfung auf Müdigkeit, nicht erholsamen Schlaf und kognitive Schwierigkeiten.
  • Dauer: Bestätigende Symptome bestehen seit mindestens drei Monaten.
  • Ausschluss anderer Erkrankungen: Ausschluss alternativer Erklärungen für die Schmerzen.

Das American College of Rheumatology (ACR) stellt Leitlinien bereit, die Diagnose kann jedoch schwierig sein, da sich die Symptome mit denen anderer Erkrankungen überschneiden.

Das Diagnoselabyrinth

Fibromyalgie wird oft jahrelang nicht diagnostiziert, da die Symptome subjektiv sind und andere Erkrankungen imitieren. Ärzte können unnötige Tests anordnen, um unwahrscheinliche Ursachen auszuschließen, oder die Schmerzen als „alles im Kopf“ abtun.

Laut Dr. Don Goldenberg, einem Rheumatologen an der Tufts University, „gibt es bei einer körperlichen Untersuchung sehr wenig zu sehen … Labortests sind unauffällig.“ Diese Unklarheit kann dazu führen, dass Patienten „von Arzt zu Arzt gehen“ und nach einer Erklärung suchen, während Ärzte mit einer Erkrankung zu kämpfen haben, für die es keine klaren biologischen Marker gibt.

Ein entscheidender Teil der Diagnose besteht darin, zu akzeptieren, dass der Schmerz seinen Ursprung im Nervensystem selbst hat – ein Konzept, das sowohl für Patienten als auch für einige Ärzte schwierig zu verstehen ist.

Andere Bedingungen ausschließen

Bevor die Diagnose einer Fibromyalgie bestätigt wird, schließen Ärzte häufig andere mögliche Ursachen aus:

  • Komplettes Blutbild: Um Anämie oder Infektion auszuschließen.
  • Erythrozytensedimentationsrate (ESR): Zur Erkennung von Entzündungen.
  • Schilddrüsenfunktionstests: Um Schilddrüsenprobleme auszuschließen.

Komplikationen und wann Sie Hilfe suchen sollten

Das Leben mit Fibromyalgie erhöht aufgrund verminderter körperlicher Aktivität das Risiko eines metabolischen Syndroms (Diabetes, Schlaganfall usw.). Untersuchungen deuten auf höhere Unfall- und Infektionsraten und sogar eine erhöhte Sterblichkeit hin. Auch die psychische Gesundheit ist betroffen: Etwa die Hälfte der Fibromyalgie-Patienten leidet unter Angstzuständen oder Depressionen.

Wenn Sie den Verdacht haben, an Fibromyalgie zu leiden, konsultieren Sie einen Arzt. Wählen Sie einen Arzt, der mit der Erkrankung vertraut ist – viele Rheumatologen, Internisten und Hausärzte können eine genaue Diagnose und einen Behandlungsplan erstellen. Führen Sie ein detailliertes Symptomprotokoll, um die Diskussion zu unterstützen.

Fibromyalgie ist eine komplexe Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Gehirn Schmerzsignale überverarbeitet. Eine genaue Diagnose erfordert eine sorgfältige Beurteilung, den Ausschluss anderer Erkrankungen und die Akzeptanz, dass Schmerzen möglicherweise keine offensichtliche körperliche Ursache haben. Frühzeitiges Eingreifen und die Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt sind entscheidend für die Behandlung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität.

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